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Artikel vom 27.12.2011, von SISIC

Keynesianismus Arbeitslosigkeit

In der Wirtschaftstheorie versteht man unter dem Stichwort Arbeitsmarkt das Zusammentreffen aus Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hinter dem Angebot zurück, bedeutet dies eine Störung im gesamtwirtschaftlichen Ablauf und ist Ursache für das Entstehen von Arbeitslosigkeit. Um hier gegenzusteuern gibt es zwei gegensätzliche Ansätze: die nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik nach Keynes und die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik. Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik geht davon aus, dass der Grund für eine Krise in den zu hohen Ausgaben und einer mangelnden Sparsamkeit auf staatlicher Seite zu suchen ist. Kurz gesagt: der Staat gibt zu viel und in der Regel mehr aus als er einnimmt. Staatliche Ausgaben müssen entsprechend gekürzt, die Einnahmen aus Steuern und Abgaben gesenkt werden. Dadurch wird die Produktion günstiger, es wird mehr produziert, weil es sich für die Unternehmen wieder lohnt (steigende Gewinnaussichten). Durch diese Erhöhung des Angebots steigt in der Folge auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Zusätzlich haben Privathaushalte durch eine Verminderung der staatlichen Steuern- und Abgabenlast mehr Geld zum Konsumieren zur Verfügung, die Nachfrage nach Produkten steigt. Die Gesamtnachfrage eines Landes setzt sich aus dem Export, also der Nachfrage des Auslands nach inländischen Investitions- und Konsumgütern, und der Nachfrage im Inland nach diesen Gütern zusammen. Bei einem Versagen des Marktes in einer Krise kann die Nachfrage über Impulse und Maßnahmen der Fiskal- und Geldpolitik beeinflusst werden. Mit einem nachfrageorientierten Ansatz wird versucht im Keynesianismus Arbeitslosigkeit zu überwinden. In einer Krisensituation vermindert sich die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Da Unternehmen nur produzieren, wenn mit dem Verkauf der erzeugten Güter zu rechnen ist, führt Unsicherheit oder eine Flaute im Absatz zum Produktionsrückgang. Damit ist eine Senkung der Nachfrage nach Arbeitskräften verbunden, die Arbeitslosigkeit steigt. Die Methode, mit der bei einer Krise und anhaltender Unterbeschäftigung im Keynesianismus Arbeitslosigkeit bekämpft werden soll, liegt in der Erhöhung der Staatsausgaben, um so die Gesamtnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu steigern. Nur wenn Unternehmen durch eine zusätzliche staatliche Nachfrage davon ausgehen, dass sie ihre Produktion wieder verkaufen können, werden sie mehr produzieren. Damit steigt auch die Nachfrage nach Arbeitskräften insgesamt und die Arbeitslosigkeit sinkt.

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